Ein Traum aus Feuer und Luft

In meinem Traum war ich blau, wie ein indischer Gott, aber mein Kopfschmuck war eher wie einer der Mayas, und meine Lippen küssten eine widerwillige Sonne, deren Zacken sich in mich hineinbohrten. Verräterischer Himmelskörper! Ich, der ich aus braunem Lehm entstanden war, brannte, meine Liebe, meine Hingabe, meine Leidenschaft verbrannten und verpufften in Flammen und Rauch. Darunter in einem umrisshaften Erinnerungsbild irgeneiner Inkarnation ein Paar in Umarmung. Wieder blau! Übrig blieb mir die Liebe, die aus Lehm entstanden war, windbewegt, mit flatterndem Kleid, aber stabil, intim und ätherisch, und diese Kleine ist neben mir, umhüllt, dunkel, verschleiert und voller Verheißung.

– Niebla ( © 2024)

Erweiterte deutsche Fassung von A dream of fire and air (2009)

(100 Wörter)

Inspiriert von dem obigen Gemälde von Rick Mobbs.

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