Die Averell Achilleos-Straße

Manchmal wacht man von etwas auf ohne Bewusstsein, überhaupt erst geschlafen zu haben. Wie nach einem schwarzen Loch. Vielleicht eher einem grauen Loch. So dass ich keinerlei Kenntnis davon hatte, was mich in diese Straße in Athen gebracht hatte mit ihren heruntergekommenen Geschäften, baufälligen zweistöckigen Häusern und verschlossenen Türen, mit ihren zersprungenen und bretterüberdeckten Fenstern, ihren bröckelnden Balkonen. Mitten in einem Gespräch musste ich gewesen sein, von dem nichts übriggeblieben war als der Fetzen “Sorry, no Averell Achilleos street” und der Rücken des weggehendes Mannes in schmutzigblauer Latzhose und rotkariertem Hemd, der das zu mir gesagt haben musste. Was nun?

– Justinian Belisar (© 2014)

(100 Wörter)

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~ von ultrakurz - 8. August 2014.

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