Die erleuchtete Bergstadt

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Am Bahnhof aus bleichem Kalkstein unten im Tal noch am ehesten zivilisatorisch, stieg die verlassene Stadt immer unmenschlicher hinauf, bis in der Festung ganz oben haarlose Babies in einem luftigen Pool anzutreffen waren (unten immerhin noch Kakteen, Skorpione und Schatten).

Calvino und ich waren in diese ehemalige baktrische Metropole gekommen, um für eine Berliner Zeitung einen Bericht zu schreiben. Unsere Träger begleiteten uns bis zum ersten Tor, wo sie die Zelte aufschlugen.

Weiterzugehen in diese Stadt der hohlen Öffnungen weigerten sie sich. In diese Stadt der rätselhaft hellen Beleuchtung nachts, der Babies am Gipfel, die etwas vorzubereiten, etwas anzubahnen schienen.

– Raimon Blanco

100 Wörter

Siehe Die Moderne grillt mich desselben Autors.

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~ von ultrakurz - 24. Mai 2007.

3 Antworten to “Die erleuchtete Bergstadt”

  1. […] I: Die Moderne grillt mich Teil II: Die erleuchtete Bergstadt Teil III: Oben in der Stadt Teil IV: Neues aus der […]

  2. […] Fortsetzungsgeschichte in Fragmenten von Raimon Blanco. Teil I: Die Moderne grillt mich Teil II: Die erleuchtete Bergstadt Teil III:  Oben in der […]

  3. […] Wo? Wohin? Wann? Wer bin ich? Eine orangene Spirale haucht Wärme, in einem großen O ist eine erleuchtete Bergstadt enthalten, X-Markierungen knapp über dem Horizont. Und eine schematische weiße Katze neben einer […]

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